Außen knusprig-goldbraun, innen weich, fluffig und ganz ohne Weizenmehl – diese perfekten glutenfreien Krapfen schmecken wie vom Bäcker, nur dass du genau weißt, was drin steckt. Mit der richtigen Mehlmischung, etwas Geduld beim Gehenlassen und der idealen Öltemperatur zauberst du Krapfen, die garantiert niemand als „glutenfrei“ erkennt.
Ob zu Silvester, Fasching oder einfach als süßer Wochenend-Luxus: Diese Krapfen sind schnell ein neuer Familienliebling. Du kannst sie klassisch mit Puderzucker bestäuben, mit Marmelade füllen oder in Zimtzucker wälzen – die Basis bleibt immer schön luftig und saftig.
Was macht diese glutenfreien Krapfen so besonders?
Glutenfreie Krapfen sind oft entweder zu trocken oder fallen nach dem Frittieren zusammen. In diesem Rezept sorgen eine ausgewogene Mischung aus glutenfreiem Mehl, Stärke, ausreichend Flüssigkeit und etwas mehr Eigelb für eine stabile, elastische Struktur. Gleichzeitig macht der Hefeteig die Krapfen wunderbar luftig, und ein schonendes Frittieren bei der richtigen Temperatur verhindert, dass sie Fett aufsaugen.

Zutaten für Perfekte Glutenfreie Krapfen
Glutenfreies Mehl (hell, Mischung für Hefeteig) – bildet die Basis des Teigs und ersetzt das klassische Weizenmehl. Eine gute glutenfreie Mehlmischung sorgt dafür, dass die Krapfen nicht bröselig werden.
Maisstärke oder Reismehl – lockert den Teig zusätzlich auf und sorgt für eine feinere, zartere Krume.
Zucker – süßt den Teig und unterstützt gleichzeitig die Hefe beim Aufgehen.
Trockenhefe – sorgt für das typische Krapfen-Volumen und die fluffige Struktur.
Vanillezucker – gibt den Krapfen ein feines Vanille-Aroma, das perfekt zu Puderzucker und Marmelade passt.
Salz – verstärkt alle Aromen im Teig; ohne Salz schmecken Krapfen schnell flach.
Lauwarme Milch (oder pflanzliche Milch) – bindet die trockenen Zutaten, aktiviert die Hefe und macht den Teig geschmeidig.
Eier – geben Struktur, Farbe und zusätzliche Saftigkeit.
Weiche Butter oder Margarine – sorgt für ein reichhaltiges Aroma und eine besonders zarte Textur.
Zitronenabrieb (optional) – bringt eine frische, leichte Zitrusnote in den Teig.
Neutrales Pflanzenöl zum Frittieren – zum Ausbacken der Krapfen; Öl mit hohem Rauchpunkt (z. B. Sonnenblumen- oder Rapsöl) ist ideal.
Puderzucker zum Bestäuben – klassischer Abschluss für Krapfen, der für den typischen „schneebedeckten“ Look sorgt.
So bereitest du Perfekte Glutenfreie Krapfen zu
Schritt 1 – Hefeteig vorbereiten
Vermische das glutenfreie Mehl mit der Maisstärke, Zucker, Vanillezucker und Salz in einer großen Schüssel. Gib die Trockenhefe dazu und rühre alles gut durch, damit sie sich gleichmäßig verteilt. Erwärme die Milch leicht, bis sie lauwarm ist – sie sollte sich angenehm warm anfühlen, aber nicht heiß sein, damit die Hefe aktiv bleibt.
Schritt 2 – Flüssige Zutaten einarbeiten
Gib die Eier und die weiche Butter zur lauwarmen Milch und verquirle alles kurz miteinander. Gieße diese Mischung zu den trockenen Zutaten und rühre mit einem Holzlöffel oder dem Knethaken der Küchenmaschine, bis ein glatter, weicher Teig entsteht. Glutenfreier Hefeteig ist meist etwas klebriger als klassischer Teig – das ist normal und sorgt später für fluffige Krapfen.
Schritt 3 – Teig gehen lassen
Decke die Schüssel mit einem sauberen Küchentuch oder Frischhaltefolie ab und lasse den Teig an einem warmen, zugluftfreien Ort 45–60 Minuten gehen, bis er deutlich an Volumen gewonnen hat. Wenn deine Küche eher kühl ist, kannst du die Schüssel in den leicht warmen (aber ausgeschalteten) Backofen stellen.
Schritt 4 – Krapfen formen
Bestäube deine Hände leicht mit glutenfreiem Mehl oder befeuchte sie mit etwas Öl, damit der Teig nicht klebt. Teile den Teig in 10–12 gleich große Portionen und forme daraus runde Kugeln. Lege die Teigkugeln auf ein mit Backpapier belegtes Blech und lasse sie nochmals etwa 15 Minuten entspannen, während du das Frittieröl vorbereitest.
Schritt 5 – Öl erhitzen
Gib ausreichend neutrales Pflanzenöl in einen großen Topf oder eine Fritteuse. Erhitze das Öl auf etwa 170–175 °C. Wenn du kein Thermometer hast, kannst du einen kleinen Teigrest ins Öl geben: Steigen kleine Bläschen auf und bräunt der Teig langsam, ist die Temperatur richtig. Wird er sofort sehr dunkel, ist das Öl zu heiß.
Schritt 6 – Krapfen frittieren
Gib jeweils nur wenige Teigkugeln gleichzeitig ins heiße Öl, damit die Temperatur nicht zu stark absinkt. Frittiere die Krapfen pro Seite etwa 2–3 Minuten, bis sie goldbraun und aufgegangen sind. Wende sie vorsichtig mit einem Schaumlöffel. Nimm die fertigen Krapfen heraus und lasse sie auf Küchenpapier abtropfen.
Schritt 7 – Verzieren und servieren
Bestäube die noch leicht warmen Krapfen großzügig mit Puderzucker. Wenn du möchtest, kannst du sie mit Marmelade, Vanillecreme oder Nuss-Nougat-Creme füllen: Verwende dazu einen Spritzbeutel mit langer Tülle und spritze die Füllung vorsichtig in die Mitte. Am besten schmecken die Krapfen frisch am selben Tag.
Servieren und Aufbewahren
Glutenfreie Krapfen schmecken direkt nach dem Frittieren am besten, wenn sie noch leicht warm und besonders fluffig sind. Serviere sie klassisch mit Puderzucker, zu einer Tasse Kaffee oder Kakao, oder als Highlight auf der Kaffeetafel an Feiertagen.
Falls Krapfen übrig bleiben, lass sie vollständig auskühlen und bewahre sie in einer gut schließenden Dose bei Raumtemperatur auf. Am nächsten Tag kannst du sie im Backofen bei 140 °C für wenige Minuten auffrischen. Ein kurzes Erwärmen macht die Krume wieder weicher, auch wenn sie nie ganz so wie frisch frittiert sein wird. Ein Einfrieren ist grundsätzlich möglich: Krapfen nach dem Abkühlen einfrieren und bei Bedarf bei Zimmertemperatur auftauen und im Ofen erwärmen.
Häufig gestellte Fragen
Kann ich die Krapfen auch ohne Milch zubereiten?
Ja, du kannst die Milch problemlos durch eine pflanzliche Alternative wie Hafer-, Mandel- oder Sojadrink ersetzen. Achte nur darauf, eine ungesüßte Variante zu wählen, damit die Süße im Rezept kontrollierbar bleibt.
Welche glutenfreie Mehlmischung eignet sich am besten?
Ideal sind helle glutenfreie Mehlmischungen, die ausdrücklich für Hefeteig oder feines Gebäck empfohlen werden. Mischungen mit einem zu hohen Vollkornanteil machen die Krapfen eher kompakt.
Kann ich die Krapfen im Ofen statt in Öl backen?
Klassische Krapfen werden frittiert, dadurch bekommen sie die typische Textur. Du kannst den Teig jedoch auch zu Brötchen formen und bei etwa 180 °C backen – dann erhältst du eher süße Hefebrötchen statt Krapfen.
Wie verhindere ich, dass die Krapfen zu viel Fett aufsaugen?
Wichtig sind die richtige Öltemperatur (170–175 °C) und dass du den Topf nicht zu voll machst. Ist das Öl zu kalt, saugt der Teig Fett auf; ist es zu heiß, bräunen die Krapfen außen zu schnell, bleiben innen aber roh.
Wie lange sind glutenfreie Krapfen haltbar?
Am besten isst du sie am Tag der Zubereitung. Luftdicht verpackt halten sie 1–2 Tage, verlieren aber mit der Zeit an Frische. Durch kurzes Aufbacken im Ofen kannst du sie wieder etwas auffrischen.
Kann ich den Teig vorbereiten und später frittieren?
Du kannst den Teig vorbereiten, zu Kugeln formen und abgedeckt im Kühlschrank bis zu 12 Stunden gehen lassen (z. B. über Nacht). Vor dem Frittieren sollten die Teigkugeln jedoch wieder Zimmertemperatur annehmen und leicht aufgehen.
Mehr Krapfen- und Donut-Ideen gefällig?
Wenn dir diese Perfekten Glutenfreien Krapfen gefallen, wirst du auch diese Variationen lieben:
- Gefüllte glutenfreie Marmeladen-Krapfen mit fruchtiger Erdbeer- oder Aprikosenfüllung.
- Zimt-Zucker-Krapfen, die du nach dem Frittieren in einer Mischung aus Zucker und Zimt wälzt.
- Schoko-Glasur-Krapfen mit einer glänzenden Kuvertüre-Schicht und bunten Streuseln.
- Mini-Krapfen-Happen zum Snacken, perfekt für Buffets oder Kindergeburtstage.
- Vegane glutenfreie Krapfen, bei denen du Eier und Milch durch pflanzliche Alternativen ersetzt.
Pin speichern + Ergebnisse teilen
📌 Speichere diese Perfekten Glutenfreien Krapfen auf deinem Pinterest-Board, damit du jederzeit darauf zurückkommen kannst.
Und lass mich wissen, wie deine Version geworden ist: Hast du sie mit Marmelade gefüllt, in Zimtzucker gewälzt oder mit Schokoglasur verziert? Vielleicht hast du sogar eine laktosefreie oder vegane Variante ausprobiert.
Ich freue mich immer zu hören, wie andere diese Rezepte für sich anpassen. Fragen sind auch willkommen – lass uns gemeinsam besser backen und glutenfreie Klassiker genauso lecker machen wie das Original.

Perfekte Glutenfreie Krapfen
- Total Time: 1 Stunde 30 Minuten
- Yield: 12 Krapfen
Description
Weiche, luftige und goldbraun frittierte Krapfen, die komplett ohne Weizenmehl auskommen – diese perfekten glutenfreien Krapfen schmecken wie vom Bäcker, sind außen knusprig, innen herrlich fluffig und ideal für Fasching, Silvester oder den süßen Sonntagskaffee.
Ingredients
250 g glutenfreie Mehlmischung (hell, für Hefeteig)
50 g Maisstärke oder Reismehl
60 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
1 Päckchen Trockenhefe (7 g)
1 Prise Salz
200 ml lauwarme Milch oder pflanzliche Milchalternative
2 Eier (Größe M)
60 g weiche Butter oder Margarine
1 TL Zitronenabrieb (optional)
1 l neutrales Pflanzenöl zum Frittieren
50 g Puderzucker zum Bestäuben
Instructions
1. Glutenfreies Mehl, Maisstärke, Zucker, Vanillezucker, Trockenhefe und Salz in einer großen Schüssel mischen.
2. Milch lauwarm erwärmen. Eier und weiche Butter zur Milch geben und kurz verquirlen.
3. Milch-Ei-Butter-Mischung zu den trockenen Zutaten gießen und mit Holzlöffel oder Knethaken zu einem glatten, weichen Teig verarbeiten. Der Teig darf leicht klebrig sein.
4. Schüssel abdecken und den Teig an einem warmen, zugluftfreien Ort 45–60 Minuten gehen lassen, bis er deutlich an Volumen gewonnen hat.
5. Hände leicht bemehlen oder mit etwas Öl benetzen, den Teig in 10–12 Portionen teilen und zu glatten Kugeln formen. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und weitere 15 Minuten ruhen lassen.
6. In einem großen Topf oder der Fritteuse das Pflanzenöl auf 170–175 °C erhitzen.
7. Jeweils wenige Teigkugeln gleichzeitig ins heiße Öl geben und pro Seite etwa 2–3 Minuten frittieren, bis sie goldbraun und aufgegangen sind. Mit einem Schaumlöffel herausnehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen.
8. Die noch leicht warmen Krapfen großzügig mit Puderzucker bestäuben und nach Wunsch mit Marmelade oder Creme füllen. Am besten frisch genießen.
Notes
Ein leicht klebriger Teig ist bei glutenfreiem Hefeteig erwünscht – gib nicht zu viel zusätzliches Mehl dazu, sonst werden die Krapfen trocken; lieber die Hände leicht ölen oder bemehlen, um den Teig gut formen zu können.
- Prep Time: 25 Minuten
- Cook Time: 25 Minuten
- Category: Gebäck, Krapfen
- Method: Frittieren
- Cuisine: Deutsch, Glutenfrei
Nutrition
- Serving Size: 1 Krapfen
- Calories: 260
- Sugar: 8
- Sodium: 120
- Fat: 13
- Saturated Fat: 4
- Unsaturated Fat: 8
- Trans Fat: 0
- Carbohydrates: 30
- Fiber: 1
- Protein: 5
- Cholesterol: 60
Keywords: glutenfreie Krapfen, Faschingskrapfen, Berliner, Donuts, ohne Weizen, Hefeteig


